Gut ein Jahr ist es her seit wir das Geocaching für uns entdeckt haben. Damals haben wir gute Freunde besucht und wurden dort mit dem „Geocache-Virus“ infiziert.

Geocaching stellt Ihr euch am besten wie eine riesige niemals enden wollende Schnitzeljagd nach den sogenannten „Caches“ vor. Caches sind kleine Boxen unterschiedlicher Größe die überall auf der ganzen Welt von anderen Geocachern versteckt werden. Diese Boxen können je nach Cachetyp unterschiedliche Inhalte haben, wie Tauschgegenstände (ihr nehmt etwas – ihr gebt etwas), Rätsel die Aufschluss über den Fundort eines weiteren Caches geben, ein Logbuch um euch dort als Finder des Caches zu verewigen. Eine genauere Erklärung der unterschiedlichen Cachetypen findet ihr hier.  Geocaches werden mit Hilfe von GPS Koordinaten gefunden. Da die meisten von uns heutzutage ohnehin mit einem Smartphone ausgestattet sind, steht der Jagd nach den Caches also nichts im Wege. An die GPS Koordinaten kommt Ihr ganz einfach über die Seite geocaching.com. Gebt dort einfach mal euren Wohnort in die schon auf der Startseite zu findende Suche ein und ihr werdet wahrscheinlich feststellen, was auch uns schon fasziniert hat, nämlich wie viele Geocaches in unmittelbarer Nähe versteckt sind. Plätze an denen wir viele Male vorbeigegangen, geradelt oder gefahren sind, ohne auch nur das geringste vom geheimen Geocache Versteck zu ahnen. Einfach toll und spannend zugleich. Für Android Smartphones gibt es die beispielsweise die kostenlose App c:geo  um Geocache Informationen abzurufen und auch offline zu speichern, also auch ohne Internetverbindung mit dem Smartphone abrufen zu können. So könnt Ihr mit genügend Saft im Akku jederzeit auf Position, Beschreibung, Bilder und, falls Ihr den Cache nicht ohne Hilfe finden wollt oder könnt, auf einen Hinweis zurückgreifen. Außerdem könnt Ihr das Online Logbuch des Caches lesen. Zusätzlich zum Eintrag im Log Buch des Caches vor Ort gibt es zu jedem Cache ein Online-Logbuch in das Ihr euch – auch über die App – eintragen könnt. Hierzu müsst ihr euch auf der Geocaching Seite registrieren. Weitere in der App sehr schön umgesetzte Funktionen sind ein Kompass den Ihr aus der Beschreibung des Geocaches heraus aufrufen könnt, der euch näher an euer Ziel bringt oder auch die Live Karte, die alle in der Nähe befindlichen Geocaches anzeigt. Ideal wenn Ihr unterwegs seid und euch spontan einfällt nach einem Cache zu suchen. Geocaches sind meiner Meinung nach spitze um Wanderungen spannender zu gestalten, Ecken zu erkunden die man sonst vielleicht nie besucht hätte, ungewöhnliche Orte zu entdecken oder auch die Wartezeit mit Kindern zu überbrücken wenn man z.B. verabredet und zu früh an Ort und Stelle ist. Sarah war schon mit sechs Jahren vom geocachen total begeistert. Bei manchen Caches ist einige Geduld gefordert wenn man das Versteck einfach nicht finden kann, obwohl man laut GPS direkt davor steht. Mittlerweile haben wir schon Caches an den unterschiedlichen Orten Deutschlands, zuletzt im Urlaub auf Langeoog gesucht, gefunden, geloggt. Nur im letzten Italienurlaub haben wir total „versagt“ Wir hatten uns extra Caches in der Nähe unseres Campingplatzes Ca Pasquali heraus gesucht und dann vor lauter anderen Aktivitäten total vergessen auch nur nach einem einzigen zu suchen… 🙂 Am schönsten finden wir es auf Wanderungen nach einem versteckten Cache zu suchen, und das Gefühl wenn man einen gut versteckten Cache dann tatsächlich findet und dieser auch noch Gegenstände zum Tausch bereithält. Für die Einträge in den Logbüchern vor Ort gibt es übrigens auch Geocache Stempel mit Motiven zu kaufen.

Sarah hat einen solchen Stempel mit Ihrem Benutzernamen.  Alternativ zur Jagd mit dem Smartphone gibt es kleine handliche GPS Empfänger die für Wanderungen und andere Outdoorsportarten genutzt werden können. Diese haben den Vorteil, dass Sie, je nach Smartphone Modell, mit einem besseren GPS Empfänger ausgestattet sind um auch im unwegsamen bewaldeten Gelände Empfang zu bieten und zudem für den raueren Umgang in der Natur entwickelt wurden. Diese Geräte sind also beispielsweise stoßfest, wasserdicht oder zumindest spritzwassergeschützt und überleben schon mal einen Sturz aus Kinderhänden. Ein für Einsteiger sehr gut geeignetes Gerät dieser Kategorie ist das Garmin Etrex 10.

Der Clou an diesem Gerät ist die Unterstützung von papierlosen paperless Geocaching. Das Gerät kann mit einem USB Kabel mit dem Computer verbunden werden. Über Webseiten wie opencaching.com/de können die Cachinformationen wie bei der Smartphone App papierlos heruntergeladen und jederzeit ohne Internetverbindung abgerufen werden. Papierausdrucke von Cacheinformationen werden nicht mehr benötigt – also paperless. Der am häufigsten vertretene und von uns „gejagte“ Cache ist der Traditional Cache. Beim Traditional Cache werden die Koordinaten des Caches direkt auf der Internetseite veröffentlicht, im Gegensatz zu sogenannten Multi oder Offset Caches bei denen man sich die Koordinaten des eigentlichen Verstecks erst über mehrere Stationen hinweg erarbeiten muss. Auch dass kann mit Kindern mit einfachen Caches die nicht allzu viele Stationen enthalten viel Spaß machen. Ausprobiert haben wir das auch schon, bleiben aber irgendwie doch immer bei den Traditional Caches hängen, da diese für die schnelle Suche unterwegs einfach besser geeignet sind. Hat man eine solche Box gefunden ist das schönste wenn es sich nicht nur um ein kleines Filmdöschen mit Mini Logbuch handelt, sondern um eine Box die Tauschgegenstände enthält. Hintergedanke ist, das man ein Teil entnimmt und etwas anderes dafür hineinlegt, z.B. eine Lego Figur, eine Spielkarte, eine Münze oder ähnliches. Wichtig. Es sollten keine verderblichen Gegenstände hinterlegt werden. Der Cache liegt dort ja das ganze Jahr über und wir wollen dem Cache ja kein Extra Leben einhauchen 🙂 Manches mal finden sich dort auch sogenannte Trackables. Das sind Gegenstände wie z.B. die sogenannten Geocoins (meist kleine Münzen oder medaillenartige Gegenstände) mit einer eingravierten Nummer. Diese Geocoins können gekauft und auf der Plattform geocaching.com eingetragen werden.

Den Geocoin selbst legt Ihr in einem Geocache ab und schickt ihn damit auf die Reise. Über die Nummer könnt Ihr jederzeit herausfinden wo euer Geocoin auf der Welt gerade ist.  Stellt euch vor es ist Winter und Ihr sitzt gemütlich zu Hause bei einer Tasse heißer Schokolade und stellt fest, dass der Geocoin eurer Kinder gerade in Brasilien ist. Daraufhin schaut Ihr euch Land und Leute eures Coin Gast Landes mit euren Kindern genauer an. So ist das ganze dann auch noch lehrreich.  Gerade im Winter oder an trüben Tagen wo man vielleicht auf gar nichts so richtig Lust hat ist die Jagd nach einem Geocache  ein sehr gutes Mittel den inneren Schweinehund zu überwinden und sich bei Wind und Wetter draußen ins Getümmel zu stürzen. Seid Ihr dann richtig mit dem Geocache Fieber angesteckt könnt Ihr auch euren eigenen Cache verstecken. Zubehör wie spezielle Boxen gibt es im Internet zu kaufen.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig Lust auf dieses meiner Meinung nach mit Kindern sehr viel Freude bringende Hobby machen und ihr probiert es einfach mal aus. Fragen und Kommentare natürlich wie immer gerne. Euer Chris