Da ist es wieder einmal dieses Nostalgiefieber…. Ist es euch schon einmal so gegangen – ihr hört einen Oldie im Radio oder seid auf einem Fest eingeladen und zu später Stunde werden ein paar „richtig alte Schinken“ gespielt. Da kann es schon einmal passieren, dass bei mir das Nostalgiefieber ausbricht. Da hilft dann nur in Youtube zu buddeln oder mal wieder DIE Don Camillo Verfilmungen mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone anzusehen – ja die S/W Filme. Da kommt auch keine „Coverversion“ mit Terence Hill in Farbe ran, wenngleich Bud Spencer und Terence Hill Filme an sich auch wiederum in die Nostalgieecke zählen.

Nostalgie – das sind für mich alte Filme, Lieder von den 50ern bis in die 80er (am ehesten wohl die 70er), das sind alte Straßen-oder Lebensmittelschilder, das sind alte Kaffeehäuser mit schweren Vorhängen oder auch eine Jukebox mit alten Platten und Münzeinwurf und vieles andere mehr.

Als Kind hatte ich bei meinen Eltern ein Tonbandgerät entdeckt und technikbegeistert wie ich schon immer war musste das natürlich gleich ausprobiert werden. Besonders toll daran war das „magische Auge“  Wer von euch weiß heute noch was das war? Nein damit ist kein Rollenspiel oder stereoskopische Bücher gemeint sondern eine kleine Elektronenröhre die früher als leuchtende Anzeige in Röhrenradios und Tonbandgeräten diente.  Ein paar Bilder solcher Exemplare könnte ihr hier sehen. Mich faszinierte damals, dass das Tonbandgerät eben betriebsbereit war, wenn sich das Leuchten dieser Anzeige wie ein Vorhang in zwei Teile geteilt hatte. Nicht zu vergessen die Spulen und das Einfädeln des Magnetbands. Obwohl ich im Zeitalter des Kassettenrekorders und später der ersten tragbaren CD Spieler aufgewachsen bin, konnte ich mich dem Reiz dieses Gerätes nicht entziehen. Logisch das dadurch natürlich auch einige heutige Oldies hängengeblieben sind. Nostalgiefieber das ist vielleicht ein wenig der Versuch in eine Zeit einzutauchen, die ich selbst nicht erlebt habe, deren Musik mir aber oft gefühlvoller und durchdachter erscheint als viele der heutigen Lieder . Sicher über Geschmack lässt sich streiten und auch heute werden viele in meinen Augen schöne Lieder geschrieben. Dennoch gibt es meiner Meinung nach zwischen den 60er und 80ern Lieder die vielleicht ebenso wenig vergessen werden, wie die Werke berühmter klassischer Künstler. Lieder die heute zu den Evergreens zählen und im gleichen Moment frage ich mich welchem heute aktuellen Künstler ich es zutrauen würde das man seine/ihre Songs noch in 30 Jahren spielt oder covert. Ein Vertreter der Evergreens den wahrscheinlich viele eurer Kinder noch kennen, von den Eltern oder Schulaufführungen oder Theaterstücken ist „Mamor Stein und Eisen bricht“ aber wer war nochmal Drafi Deutscher :-))  „Schlimm“ finde ich dagegen wenn heute jemand eine Coverversion hört und glaubt das es das Original ist, weil das Original noch vor ihrer/seiner Zeit war. Ich muss aber zugeben, dass auch ich mich manches mal genau dabei ertappe und  herausfinde das ein Song gar nicht von dem Künstler oder der Gruppe stammt von dem/der ich es dachte. So zum Beispiel geschehen bei „First we take Manhattan“ das ich R.E.M. zugeordnet hätte aber von Leonhard Cohen stammt. Oder einem Lied dass ich als Jugendlicher durch eine Larry Hits“ CD Kompilation kennengelernt habe – „Something´s gotten Hold of my heart“  Gesungen auf dieser CD als Duett von Marc Almond und Gene Pitney. Im Original von den Songwritern Roger Cook und Roger Greenaway gesungen von Gene Pitney  1967. In meinen Augen eine der wenigen gelungenen Remakes wobei ich die Version von Gene Pitney gefühlvoller finde. Ein weiterer Nostalgie-Oldie der eher schnellen Art ist „A walk in the Park“ aus den 70ern von der Nik Straker Band. Und…. um wieder auf Bud Spencer und Terence Hill zurückzukommen. Erinnert ihr euch noch an „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ An den Film selbst erinnere ich mich nicht im Detail, wohl aber das es mit einem Flugzeug losging und den in meinen Ohren genial passenden Soundtrack „Flying through the air“ von den unter dem Pseudonym  Oliver Onions aufgetretenen Brüdern Guido und Maurizio De Angelis. Das wohl bekannteste Lied von ihnen ist jedoch Santa Maria das später auch in einer deutschen Fassung gesungen von Roland Kaiser weitere Erfolge hatte.

Um zunächst bei den italienischen Künstlern zu bleiben – ein weiterer Klassiker „Ti amo“ von Umberto Tozzi. Dieser Song zählt für mich auch zu den stimmungsvollsten Liedern der 70er den man einfach richtig laut hören muss weil er so schön  „bassig“ ist.Von Italien geht’s weiter nach Frankreich in das Jahr 1975 (ein gutes Jahr 🙂 mit „Tu t´en vas“ von Alain Barriere gesungen im Duett mit Noelle Cordier.   Ein Beispiel für ein schönes Duett der Neuzeit im direkten Vergleich „Calm after the storm“ von The Common Linnets.

Diese Liste ließe sich noch beinahe beliebig lang erweitern schließen möchte ich aber nochmal mit Drafi Deutscher.. der nicht nur deutsche Titel gesungen hat. Zusammen mit Oliver Simon entstand das Duo „Mixed Emotions“ mit dem für mich ehemals größtem nostalgischem Hit „You want love“ aus dem Jahr 1987.

Habt ihr noch andere Titel die ihr mit schönen Erinnerungen verknüpft. Freue mich über Kommentare.

Liebe Grüße

Chris