Die Zeit flieht unaufhaltsam und in einem Wahnsinnstempo. Ich erinnere mich als wäre es gerade erst gestern gewesen das ich mit Sarah im Meer schwamm und ihr sagte dass wir jetzt noch 10 Tage Meer und Strand vor uns haben.  Zeitsprung –  ich sitze zu Hause, draußen prasselt der Regen und ich beginne unsere diesjährigen Urlaubseindrücke Revue passieren zu lassen und euch einen kleinen Einblick in das Erlebte zu geben.  Der erste Unterschied war das wir dieses Jahr nicht in den Sommer- sondern den Pfingstferien unseren Lieblingscampingplatz Ca´Pasquali zum sechsten Mal besucht haben. Dies hatte zur Folge dass wir uns die Autobahn selbst um vier Uhr früh nachtschlafener Zeit bereits mit einer Menge anderer Urlauber teilen durften. Aber klar – hier gibt es keine Ausweichmöglichkeit – in den langen Schulferien im Sommer kann sich die Urlauberwelle viel besser entzerren. Trotzdem verlief die Fahrt sehr gut. Wären wir nicht im schon beinahe üblichen Stau von der Autobahn herunter Richtung Jesolo und Cavallino gestanden, wo sich alle Autos, egal ob über den Brenner oder vom Tauerntunnel kommend treffen, wären wir dieses mal in 7 Stunden dagewesen. So haben wir uns auf den letzten 30 Kilometern mit vielen anderen geduldig in einen fast zweistündigen Stau eingereiht. Aber das ist verschmerzbar, hat man doch die Aussicht auf zwei Wochen Sommer Sonne Strand und Mee(h)r. Du weißt das es nicht mehr weit ist, wenn die Kinderdisco Hits der letzten Jahre den Weg in den Auto CD Player finden, das Binnenmeer auftaucht und dir  eine warme Brise  aus Meeres- und Pinienduft um die Nase durch das geöffnete Autofenster weht. Die Vertrautheit mit der Umgebung, die vielen Ecken wo man schon in den Jahren zuvor mit den Kindern war lassen schon das Gefühl angekommen zu sein aufsteigen noch bevor man ganz am Ziel angekommen ist. Nachdem die letzten Meter geschafft waren – die erste Überraschung. Die kleine bekannte Rezeption  mit separatem Kassengebäude ist einem modernen kombinierten Rezeptionsgebäude mit Wartelounge (mit Fernseher, Mikrowelle und kostenlosem WLAN) in Schiffsform gewichen, verbunden mit einem kleinen Nebengebäude zwischen denen sich eine kuppelartig überdachte Einfahrt in den Campingplatz spannt. Schnell auf dem kleinen Parkplatz vor dem Campingplatz geparkt, angemeldet und es kann losgehen. Samstags gibt es keine Einfahrtspause in den Campingplatz so dass wir gleich mit dem Auto zu unserem Parkplatz fahren und ausladen konnten. Den Kindern konnte es nicht schnell genug gehen dass wir Ihnen die Roller auspacken und nachdem Sie uns beim Ausladen des Gepäcks geholfen haben sind sie auch schon abgedüst. Wenn die Roller am Campingplatz irgendeine statistische Relevanz haben, so wird der Markt von Hudora und Aldi Rollern dominiert 🙂 In der ersten Woche hatten wir dieses Jahr wieder gute Freunde mit ihren Kindern dabei, die kurze Zeit später den Wohnwagen neben uns bezogen.  Fertig eingerichtet musste erstmal ein Sprung ins badewannenwarme Meer sein, die erste Pfingstwoche hat uns ja Temperaturen wie im Hochsommer beschert und anschließend Nudeln vom Ristorante für alle als Mittagessen. Strand Italien 2014Danach war ein Willkommensbesuch am Pool und dann Strandtag angesagt. Schön war es auch einen großen Teil vom letztjährigen Animationsteam wieder anzutreffen.  Die kommenden Tage waren dann wie die Jahre zuvor von „schweren“ Entscheidungen geprägt, sich zwischen Pool, Meer, Strand, Eis oder nicht Eis entscheiden zu müssen. Natürlich ist Papa auch wieder seinem Hobby Sandburgen und Sandsprunglöcher bauen nachgekommen. Sandburg Italien 2014Ein besonderes Erlebnis für Sarah war Pizzabacken am Restaurant. Jedes Kind durfte seine eigene kleine Minipizza backen und natürlich auch essen. Ungewohnt war für uns am Anfang, dass es Abends noch viel länger hell ist als Ende August und so die Kinderdisco noch im Hellen stattfand. Im hinteren Teil des Campingplatzes, der sogenannten Green Zone gibt es ein kleines Kinderland für das separat Eintritt zu bezahlen ist das Abends öffnet. Dort gibt es Hüpfburgen, ein Bällebad, kleine Autos zum mit den Füßen schieben, Trampoline und seit letztem Jahr ein Wasserbecken mit einer großen Plastikrolle in die die Kinder ähnlich einem Hamsterrad reinklettern können und sich rollend durch das Wasserbecken bewegen können. Neu in diesem Jahr: ein 4er Trampolin mit Bungeeseilen wie ich es auch in meinem Sylt Artikel zu finden ist. An einem Abend ist Papa dann mit der ganzen Kindermeute hingegangen und die Kinder durften ausgiebig alle Gerätschaften austesten. Allerdings gibt es dort saisonal auch ziemlich viele Mücken, so dass wir an diesem Abend mehr Stiche abbekommen haben als beim ganzen restlichen Urlaub, obwohl wir uns vorher mit den üblichen Mückensprays eingesprüht haben. Auch der Spielplatz in der Greenzone ist für die Kinder immer wieder toll. Besonders hat es ihnen die Seilbahn angetan, wo man von einer Seite zur anderen an einem Seil hängend über die Green Zone saust. Auf Ca´Pasquali sind es für mich die vielen kleinen Dinge die einfach den Unterschied ausmachen. Freundliches Personal, ein kleiner Supermarkt der seit Jahren von Aldo betrieben wird der uns gleich zur Ankunft eine Weinflasche schenkte oder der für mich beste Cappuccino an der Poolbar für 1,50 Euro, einen Preis für den ich hier kaum einen Coffee to Go Becher bekomme. Selbst die mitunter lange Schlange Morgens am Supermarkt die sich dann immer doch irgendwie zwischen Wurst und Brottheke aufdröselt oder die Minidisco Besuche haben schon etwas rituelles und gehören irgendwie dazu.  Übrigens gab es auch dieses Jahr im Bereich der Creperia ebenfalls kostenloses WLAN, für diejenigen die auch im Urlaub mal eine Whatsapp verschicken oder ihre Mails checken wollen.  Dieses Jahr haben unsere Kinder auch die schönsten gesammelten Muscheln auf dem Campingplatz verkauft und auch tolle Sandbilder. Die Einnahmen haben immerhin für eine Eiskugel für jeden gereicht. Danke an alle Eltern und Kinder die fleißig Muscheln gekauft haben die in Italien ja auch wirklich „Mangelware“ sind 🙂IMG_2106 (Mobile)

 

Natürlich haben wir auch in diesem Jahr Abendausflüge nach Jesolo gemacht und uns dort ein typisches Kastenfahrrad ausgeliehen und außerdem haben wir auch dieses Jahr eine sehr schöne Fahrt nach Venedig unternommen. Alles über unsere Venedig Tour erfahrt ihr in meinem Venedig-Artikel. Sicher für den einen oder anderen mag das auf die Dauer nicht ausreichend sein, aber es gibt auch vielfältige Sportmöglichkeiten an denen man sich beteiligen kann oder auch ein Fitnesszelt. Klar auch hier gibt es den Typ Mensch der bei warmen Temperaturen eher träge wird und den dem es nichts ausmacht auch jenseits der 30 Grad radeln zu gehen aber ich glaube auf Ca´Pasquali und im Umland findet jeder etwas um einen schönen Urlaub zu verbringen. Einmal pro Woche kam auch dieses Jahr übrigens wieder ein Fischverkäufer bei dem es immer eine bunt Auswahl gibt und wohl jeder Fischliebhaber etwas findet. Dieses Mal habe ich auch Thunfischfilets ergattert, die ich wahnsinnig gerne mag. Gegrillt haben wir die Fische dann auf meinem kleinen Gasgrill, den ich jedes Jahr mitnehme wie ihr auch in meinem Artikel von 2013 sehen könnt 🙂 Viel zu schnell ist die Zeit leider auch dieses Jahr wieder vergangen und nach Abschluss-Eis und Cappuccino haben wir uns auf den Heimweg gemacht.  Allerdings sind wir auch dieses Jahr nicht gefahren ohne uns schon für nächstes Jahr einen Platz zu sichern. Wenn Ihr Fragen habt, jederzeit gerne einen Kommentar hinterlassen. Euer Chris