Ich bin ja eher derjenige in unserer Familie dem es nicht warm genug sein kann, aber nun habe ich schon zweimal meine Wutzels auf Westerland besucht wo Sie mit Katjas Eltern Urlaub gemacht haben und ich muss sagen auch die Nordsee hat ihre wirklich schönen Seiten. Von München nach Hamburg ist man ja heute im ICE recht schnell und hat dabei ohne Kids wunderbar Zeit zum lesen, Musik hören oder einfach nur entspannen. Leider vergisst man dabei häufig auch das das letzte Teilstück von Hamburg nach Westerland nochmal gut drei Stunden dauert und nicht die Bequemlichkeit des ICEs bietet. Für die Wutzels ist die Fahrt im ICE (am Rückweg gabs gratis ein Eis, ein Malbuch und Stifte – ein Lob hier an die Deutsche Bahn) immer ein Riesenerlebnis. Alternativ gehts aber auch per Flugzeug nach Sylt.  Denn Westerland hat auch einen eigenen Flughafen und Fluganbindung von Berlin und das schon seit 1919. Flugfreunde die sich detaillierter über die Historie informieren wollen können hier einige Details erfahren. http://www.flughafen-sylt.de/flughafen/historie.html

Zwischenzeitlich sind einige Strecken dazu gekommen und man kann neben Berlin unter anderem auch von München, Frankfurt oder Düsseldorf direkt nach Sylt fliegen.

Sylter Strandkorb

Ist man erstmal auf Westerland angekommen, wird man schon von den Möwen begrüsst – vorsicht an der Strandpromenade. Beim ersten Besuch auf Sylt war es die Pizza, beim zweiten das Eis das, eine dieser hungrigen Luftbewohner, die sich vor nichts zu scheuen scheinen, erwischt hat. Unzählige Strandkörbe säumen den Strand und laden zum faulenzen, kuscheln zu gemütlichen Stunden am Meer ein. Ebenfalls Achtung  vor Pralinen und Eis von Leysieffer – so lecker das es süchtig macht – zumindest die Wutzels  und besonders in der riesigen Waffeltüte. Beim Papa sinds eher die Pralinen nebst Capuccino to go.  Nicht nur für Frauen gefährlich: Mode und andere Accesoires rund um das Kultrestaurant Sansibar. Aber zurück zu unseren persönlichen Urlaubseindrücken. Eines der absoluten Highlights mit unseren Wutzels – die Wattwanderung.

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Außerdem direkt am Strand die „Sylter Welle“ ein Schwimmbad mit Wasserrutschen, Wellen- und wunderschönem Kinderbecken mit kleiner Rutsche. Wir sind zwar am Meer aber mindestens ein Besuch ist hier obligatorisch weils einfach wahnsinnig Spaß macht.  Im Wellenbecken gibts für die Kids sogar Schwimmbretter um über die Wellen zu gleiten.

Sieht man sich auf Westerland nach Übernachtungsmöglichkeiten um wird man feststellen, dass Wohnungsvermietungen hier eine Boombranche zu sein scheinen, stellen Sie doch eine günstige Alternativ zum Hotelaufenthalt dar. Wir waren zuletzt in einem Appartement in einem Hochhaus mit wunderschönem Meerblick und zwei Terassen auf denen man den Nordseewind deutlich zu spüren bekam.

Eine sehr gute Möglichkeit eine Ferienwohnung oder ein Hotel zu finden ist die Plattform http://www.nordsee24.de/ Hier findet ihr eine detaillierte Suchmaschine für die Buchung von Ferienwohnungen und Hotels und mit den Nordseenews auch nützliche Infos und Hinweise zu Veranstaltungen in den Urlaubsregionen.

Wer sich sportlich betätigen will kann sich auch für den ganzen Aufenthalt ein Radl ausleihen (wer möchte auch ein E-Bike) und so wie Katja morgendlich seine Runden drehen.

Nachdem ich zu den Sylt Urlaubern in den letzten Tagen des Urlaubs dazu gestoßen bin, sind Katja und ich an einem Abend am Strand langspaziert – die Stimmung war wirklich bombastisch – das Meer, die Dünen und die frische Luft, da beneidet man doch  einen Moment die Leute die hier wohnen, wobei der Zauber vielleicht nicht so groß wäre, könnte man dieses Panorama jeden Tag genießen.

Sarah wiederum war begeistert von den vielerorts auf Sylt stehenden Trampolins, wo man in einem Klettergeschirr festgemacht wird und ganz hoch springen und Saltos machen kann ohne Gefahr zu laufen vom Trampolin zu fallen. Riesig gefreut hat sie sich als sie dann hier in Wolfrathausen auf dem Volksfest auch ein solches Trampolin entdeckt hat und springen durfte.

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(Nicht nur) bei schlechtem Wetter – ein weiteres Muss – das Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt. Dort findet Ihr auf mehreren Ebenen Ausstellungen zu den Themen Leben im Watt, Dünen, Küstenschutz, tierischen Wattbewohnern und vielem mehr. Nicht zu vergessen: ein wunderschöner Spielplatz am Ausgang mit einem überdachtem Meerestierbecken. Der Besuch lohnt sich und Audiobeiträge sowie ein Fragebogen für Kinder führen euch mit Viel Spaß durch die Ausstellungen wo es wirklich viel zu entdecken gibt, wie beispielsweise eine Wellenanlage oder einen Film über die Sandvorspülungen auf Sylt. Einen Youtube Film was euch dort erwartet könnt ihr hier sehen:

Kleiner Tipp um sich besser zurechtzufinden – einen Ortsplan von List findet ihr hier und wer nicht im Erlebniszentrum speisen möchte findet am Hafen eine Vielzahl an Ständen unter anderem Gosch mit der lt. Website „nördlichsten Fischbude Deutschlands„. Auch ein Besuch bei Gosch zählt zu den kultigen Must Haves bei einem Aufenthalt auf Sylt. Und wers nicht nach Sylt schafft hat öfters auch mal am Münchner Hauptbahnhof die Gelegenheit einen großen Gosch Stand zu finden – wobei man das Flair natürlich nicht mit einem Restaurantbesuch auf der Insel vergleichen kann.

Ebenfalls ab List – gibt es eine Piratenfahrt der Reederei Adler Schiffe.  Unsere große war begeistert. Piratenklamotten, eine Schatzsuche, ein Überfall auf ein Gästeschiff und jede Menge Spaß.

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Das hinterläßt garantiert einen bleibenden Eindruck vom „echten“ Piratenleben Auch zur Piratenfahrt habe ich ein Youtube Video ausgebuddelt – guckts euch an:

Bleibt zusammenfassend nur zu sagen – Sylt ist immer eine Reise wert und bietet neben Meer und Strand eine schier unglaubliche Anzahl an weiteren Möglichkeiten sich den Urlaub mit Kindern wunderschön zu gestalten – probierts doch mal aus.

euer Chris