Seit geraumer Zeit hat meine Frau das Großprojekt „Thermomix“ vor Augen. Seit Sie das Gerät bei einer Freundin stehen gesehen und sich belesen hat, muss so ein Gerät ins Haus. Was der Thermomix ist? Ein exlusives (=nicht gerade günstiges, will sagen sehr teures) Küchengerät das einem die Arbeit in der Küche erleichtern / abnehmen soll. Dünsten,schneiden,kochen,garen,mixen..Gemüse, Suppen, Geschnetzeltes, Kartoffelbrei, Eis, Milchreis,Zabbaione, Bayrische Creme…. für dieses Gerät  alles kein Problem.  Wie aber nun rankommen an das Wundergerät? Im Laden kaufen? Nein das wäre zu einfach. Der Thermomix stammt von Vorwerk (ja, die mit den Staubsaugern) und dort  läuft das alles etwas anderes. Der/die geneigte Leser(in) war vielleicht schon mal auf einer Tupperparty und so ähnlich kann man sich das vorstellen.

Meine Frau hat also bei Vorwerk angerufen und Interesse bekundet Gastgeberin für ein „Kocherlebnis der besonderen Art“ zu werden und kurze Zeit darauf stieg unsere Tupper… entschuldigung Thermomix-Party mit ein paar eingeladenen Freunden.
Wichtige Info am Rande: Für die Gastgeberin gibts beim Kauf des Thermomix 50 Euro Rabbatt (allerdings müssen mindestens 3 Gäste kommen, Ehepartner zählen nur einfach)

 

Zunächst einmal gilt es jedoch sich mit der Dame von Thermomix über die Gericht des Abends abzustimmen und Zutaten zu besorgen.

Am Abend war es dann soweit – Papa bringt Sarah und Amelie ins Bett, Amelie schläft fast sofort ein, Sarah sagt im Dunklen zu Papa. „Papa, sag der Mama sie soll mich wecken wenn die Frau klingelt dann will ich zu euch runtergehen“ . Papa in der Hoffnung das Sarah noch einschlafen wird erzählt eine ganz lange Gute Nacht Geschichte, Sarah jedoch hält sich „tapfer“ wach und darf schlussendlich auch mit Papa wieder „zu den Großen“

Die Thermomix Repräsentatin ist inzwischen neben einigen unserer Gäste auch eingetroffen und erklärt uns zunächst anhand einer Art Präsentationsmappe das Gerät. Es stellt sich die Frage warum nicht gleich am mitgebrachten Gerät aber es scheint da eine Art festes Programm zu geben das durchexerziert werden muss, bevor das Kochen losgehen kann.  Also lassen wir uns das Gerät „auf Papier“ erklären und essen dabei von der Dame mitgebrachtes Brötchen, Knäckebrot und Aufstrich – beides Teig und Aufstrich sind natürlich mit dem Thermomix gemacht und schmecken ehrlich gesagt sehr gut. Nach dem Theroieteil darf jeder Gast eine Karte mit einem Gericht ziehen und das wird dann im Thermomix zubereitet. Sarah bekommt natürlich die Karte mit dem Fruchteis. Daneben gibts unter anderem noch Gemüse, Reis und einen Rohkostsalat. Papa ist zugegebenerweise etwas abgelenkt (spielt mit Sarah und quatscht mit den Gästen) ist jedoch vom Kochergebnis durchaus angetan. Nach dem Essen kann wer will noch Fragen stellen und mit einem kleinen abschließenden Theorieteil endet der „offizielle“ Teil der Party. Einige Gäste mit Kindern  müssen auch langsam nach Hause es geht auf 23 Uhr zu, die Thermomix Repräsentatin, meine Frau und einige Unentwegte werden es noch bis 0:30 aushalten (unterstützt von Brotaufstrich,Radler,Saft und Prosecco), Papa verschwindet mit Sarah erstnochmal in die Einfahrt zum Sterne gucken und dann um 23:30 mit einer unendlich müden Sarah ins Elternbett.

Tja und seit diesem Tag steht der Thermomix bei uns und meine Frau hat gleich den Folgetag genutzt um das Gerät gründlich auszuprobieren. In der Früh mit den Kindern ein Erdbeershake, Mittags Putengeschnetzteltes mit Auberginen, am Nachmittag Milchreis und später noch eine Schokoladencreme.. Last but not least Abends nachdem die Kinder im Bett waren noch eine Zabbaione Creme… Spätestens jetzt kann man Papa in der Hofeinfahrt hoch und runter rollen.

Am Ende des Tages ist das Gerät schon eine tolle Sache für Eltern die mal eben das Gerät kochen lassen während Sie die Kinder vom Kindergarten/Schule aholen, oder kochen und Hausarbeit mit möglichst wenig Kochabwasch absolvieren wollen.
Die Gerichte schmecken wirklich lecker, für jeden ist was dabei und es gibt neben den offiziellen Büchern von Vorwerk und der Vorwerk Internetseite auch einige Quellen im Internet für gute Rezeptideen. Ob man dieses Gerät braucht ist Ansichstsache, auf der „Negativ“ Seite steht sicherlich der hohe Preis und das das Gerät wenn es mit einem Gericht/Kochschritt fertig ist solange piepst  bis es weitergeht oder ausgeschaltet wird. Zudem ist es leider nicht „upgradefähig“ um hier einen IT Begriff zu gebrauchen. Sprich neue Funktionen können nicht einfach per „Update“ nachinstalliert werden, da das Gerät keine entsprechenden Anschlüsse hierfür hat.  Entscheiden muss jeder selbst ob das Gerät in die eigene Küche muss oder nicht.
Mehr Infos findet Ihr bei Vorwerk und im Wunderkessel Forum

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